Bluesmoose 1086 – Special Jason Ricci and the bad Kind – Part 1

Bluesmoose 1086 – week 20 / 2016
Special Jason Ricci and the bad kind.

what a night. 11th of may 2016.

A million thanks for an incredible evening, 2 hours and 40 minutes (well beyond our own set limit) of raw , intense, straight to the heart, unforgiven , musically not of this earth, pure emotion. There was nobody in the room who wasn’t touched by the immense talent they witnessed yesterday. Luckily we let the camera’s roll and the recorders purr. As soon as i processed them they will be online. We also can say that the One hour radio special we normally do is gonna be two hours. For that we can only bow and thank you from the bottom of our hearts. We can only hope that audiences you gonna encounter in the rest of this tour are as appreciative as it was yesterday. You deserve it!!

Intro
Jason Ricci and the bad kind – Funky Instrumental – live for Bluesmoose radio
Interview Jason Ricci & John Lisi
Jason Ricci and the Bad kind – I got cleaned up – Live for Bluesmoose radio
Interview
Jason Ricci and the Bad Kind – I’m a new man – Walk on the wild side
Interview
Jason Ricci and the Bad Kind. – Double Trouble – Harmonica Caprice in C Minor – I’m too strong for you
John Lisi – Big old broke down Buick – Blues for Chloe – 2002

Foto’s (c) Andrew Helder

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Het verslag van Joe Brooks van Soundanalyse

ason Ricci & The Bad Kind, 11.05.2016 im Blues Moose Café, Café Bar De Comm, Groesbeek – Bericht & Fotos: Joe Brookes
Mit Jason Ricci stand einer der wohl furiosesten Harp-Spieler auf der Bühne des Blues Moose Café in der Café Bar De Comm. 2010 erhielt er den Blues Music Award als bester Harmonikaspieler und 2014 einen Grammy für sein Mitwirken auf Johnny Winters Album “Step Back”. 2016 ist er abermals für einen Blues Music Award nominiert. 2005 erschienen seine Longplayer “Blood On The Road” sowie “Live At Checkers Tavern”. 2007 folgte mit “Rocket Number 9” so etwas wie der Durchbruch und “Done With The Devil” (2009) war bereits eine Vorzeige-Platte des Energiebündels. 2015 kam “Dirty Memory”, eine Scheibe zusammen mit dem New Yorker Musiker JJ Appleton auf den Markt.
Es ist schon etwas Besonders, einen solchen Musiker und seine Band quasi hautnah zu erleben, denn in der Café Bar De Comm ist die Nähe zu den Künstlern sozusagen vorprogrammiert. Nicht unbedingt vorprogrammiert war der Erfolg des Konzerts von Jason Ricci & The Bad Kind. Pünktlich um 20:00 Uhr legte die Combo los. Normalerweise dauern Blues Moose Café-Konzerte bis zirka 22:00 Uhr, aber ein Ausnahmemusiker durfte dann auch sozusagen überziehen. Nach rund zwei Stunden und vierzig Minuten waren alle Anwesenden restlos begeistert von einem Gig, den man bestimmt so schnell nicht vergessen wird.
Was diese auf den Punkt eingespielte Gruppe in einem Auftritt ohne die obligatorische Pause auf den Plan der Freude brachte, hatte extrem hohes Niveau und eine Klasse, die man sehr selten erlebt hat.
Nach dem knackig-krachenden Opener “Done With The Devil” war die Combo schon im zweiten Stück mit dem Slow Blues und John Lisi an der Slide-Gitarre zur Stelle. Angereichert wurde die beeindruckende Nummer durch ein erstes Vorstellungs-Solo von Andy Kurz. Jason Ricci war ein Mann der vielen Fantasien, denn in diesem Track ließ er sein kleines Instrument plötzlich so klingen wie eine Orgel. In einem späteren Song verpasste John Lisi seiner Gitarre einen Anstrich von Tastenklang.
“I”m A New Man” hatte im musikalischen Outfit die Fröhlichkeit gebucht und überhaupt entwickelte sich diese Nummer zu einem Highlight, denn nach einem Solo von rechts (Sam Hotchkiss) und danach von links (John Lisi) waren die beiden Gitarristen auf einer famosen Leistungsshow auf zwölf Saiten unterwegs und so ganz wie selbstverständlich schlichen sich einige Riffs aus dem Lou Reed-Hit “Walk On The Wild Side” ein und schließlich war dieser Klassiker Thema des Gigs, aber erst nachdem Jason Ricci dieses Lied Candye Kane widmete. Klasse, einfach klasse, diese Performance mit einem tollen Harpsolo rund um das Thema des Hits, so zu der Zeit, wenn man im Original das Saxofonsolo erwartet.
Einen atmosphärischen Wechsel in der Location kreierte man im Handumdrehen, als das Quintett zum Reggae abbog. John Lisi übernahm die Lead Vocals. Gleich danach wurde der harte Funk aus dem Gewürzregal genommen und mit leicht jazzigen Versatzstücken brillierte John Lisi durch feinstes Tapping. Sam Hotchkiss sowie Andy Kurz spielen auch in The Single Atom Theory und von dieser Formation gab einen überfliegenden Ausritt in die Landschaft. Der Jason Ricci & The Bad Kind-Rock’n’Roll hatte einen gehörigen Schuss Punk-Pub Rock abbekommen und verwandelte die Bühne in zehn Quadratmeter Wildheit.
Der Blues der Band war auch ein atmosphärisches Stück der spannungsgeladenen Ruhe, erzeugt durch John Lisis Stecknadel-im-Heuhaufen-Alleingang und in Jason Riccis Harp-Solo mit voluminösem Kirchorgel-Klang kam dann obendrein die fein verpackte Klassik von “Harmonica Caprice …” zum Zug. Nur vom Schlagzeuger Adam Baumol begleitet erklomm man den obersten Winkel einer Kirchturmspitze. Ein Boogie-Festival war die Band-Version von “Hip Shake”. Die Stimmung hatte sich schon lange durch die Decke der Café Bar De Comm gesteigert und dieser infizierende Groove, garniert mit Einzelbeiträgen auch der psychedelischen Art, war einfach fantastisch.
“Broken Toy” war die vertonte Operation an der offenen Seele eines Musikers. Vertonte Lyrik mit einer Emotionalität gesungen, die Erinnerungen an Jim Morrison wach rief. Eine Tragödie der gebrochenen Seele wurde durch den intensiven Slow-Melancholie-Blues der Straßenecke inszeniert. “Broken Toy” … die Spitze aller Höhepunkte des Konzerts. Abschließend gab es noch ein absurd-schönes Musik-Theater namens “I Fink You Freaky”.
Zugabe: Funk, Funk, Funk … Schlagzeugsolo mit Scat-Gesang vom Drummer Adam Baumol persönlich, Basssolo mit Bausteinen von Ten Years Afters “Love Like A Man”. Grandioses Finale! Wenn die Gelegenheit besteht, muss man Jason Ricci & The Bad Kind live erlebt haben. Aus meiner Sicht war es eines der besten Konzerte, die ich gesehen habe.
Line-up:
Jason Ricci (harmonica, vocals)
John Lisi (guitar)
Sam Hotchkiss (guitar)
Andy Kurz (bass)
Adam Baumol (drums)

https://www.facebook.com/soundanalyse/posts/522396214612843

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